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Verbesserung der medizinischen Versorgung im Krankenhaus von Tosamaganga - Iringa, Tanzania
Bei diesem Projekt geht es um die Verbesserung der medizinischen Versorgung im Krankenhaus von Tosamaganga - Iringa, Tanzania durch den Bau von zusätzlichen Ambulatorien, durch die Sanierung von veralteten Krankenhausstrukturen und durch die Schulung des einheimischen Personals.
Geographischer und sozialer Hintergrund
Das Krankenhaus von Tosamaganga ist das einzige Krankenhaus innerhalb
des Bezirks von Iringa mit 500.000 Einwohnern. Es befindet sich in
einer ländlichen Gegend, ca. 20 km von Iringa und ca. 600 km von Dar Es
Salaam entfernt. Dieses Krankenhaus ist Teil eines Netzwerks von
sanitären Einrichtungen, dem 4 Gesundheitszentren, 28 Fürsorgestellen
und 26 Mutter - Kind Ambulatorien angehören. In den letzten Jahren hat
es aufgrund einer schweren wirtschaftlichen Krise in Tanzania auch im
Gesundheitssystem tiefgreifende Veränderungen gegeben. Die Regierung
hat die Ausgaben der Sanität drastisch gekürzt und zugelassen, dass
private Einrichtungen den Dienst aufrecht erhalten. Dies führte dazu,
dass sich diese privaten Strukturen hauptsächlich in den Städten
niederließen und dass für ihre Leistungen von den Patienten ein Honorar
verlangt wurde, das für einen Großteil der Bevölkerung nicht
erschwinglich war. Diesem Problem versuchten Missionare und Diözesen
dadurch entgegenzuwirken, dass sie einen öffentlichen sanitären Dienst
zu niedrigeren Kosten anboten, der auch der ärmsten Bevölkerungsschicht
zugänglich war.
Projekt
Das Krankenhaus von Tosamaganga ist ein Besitz der Diözese von Iringa.
Es verfügt über 160 Betten und hat folgende Abteilungen: Pediatrie,
Geburten, Isolierstation, Medizin Männer, Medizin Frauen. Weiters
verfügt das Krankenhaus über einen Operationssaal, einen Kreissaal, ein
Labor, eine Röntgeneinrichtung, Anästhesie. Dem Krankenhaus
angegliedert sind zahlreiche Ambulatorien für medizinische Visiten,
Zahnmedizin, Augenheilkunde, Medikamenten-Verteilung, Mutter-Kind
Beratung und Schwangerschaftsbetreuung. Diesem Krankenhaus angegliedert
ist weiters eine Schule für Krankenschwestern und Hebammen.
Ziel des
Projektes ist die Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung in dem
beschriebenen Gebiet durch die Verbesserung der sanitären Dienste. Um
dieses Ziel zu erreichen gilt es erstens das Krankenhaus Personal durch
Seminare zu schulen um anhand von Protokollen der Prävention und der
Behandlung besonders auf die häufigsten Krankenbilder wie Malaria, HIV
bzw. auf die Betreuung während der Schwangerschaft, Geburtshilfe und
Behandlung der 5 häufigsten Kinder-Pathologien vorbereitet zu sein.
Zweitens sieht das Projekt den Zubau eines neuen Flügels für das
Krankenhaus vor, in welchem ein Raum für Medikationen, Kleinchirurgie,
Augenfachärztliches Ambulatorium, HIV Beratung, untergebracht werden.
Dieses Projekt wird durch die Finanzierung und die Zusammenarbeit der
Diözese von Iringa, dem CUAMM von Padova, der Autonomen Provinz Bozen
und der Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt ermöglicht. Der Zubau der Ambulatorien an das Krankenhaus wurde im September 2004 abgeschlossen.
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