"Der einzig wahre Fortschritt für die Menschheit ist der Fortschritt in der Nächstenliebe"
Aldous Huxley
Indien Kalkutta - Sterbehaus der Mutter Teresa

Unterstützung des von Mutter Teresa gegründeten Sterbehauses in Kalkutta, Indien

Bereits seit 2001 unterstützen die Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt das von Mutter Teresa gegründete Sterbehaus in Kalkutta. Unser Beitrag besteht aus Geld- und Sachspenden (Medikamenten, Verbandsmaterial, chirurgischen Instrumenten, Handschuhe, usw.) und aus dem aktiven Einsatz von Ärzten, Krankenschwestern und Volontären unseres Vereins, die im Sterbehaus arbeiten und dienen.

kalkutta1.jpgDas Sterbehaus befindet sich im Stadtteil von Kalikat und war einst die Pilgerhalle des Kali Tempels. In den Elendsviertel Kalkuttas werden Schwerkranke und Sterbende aufgelesen und ins Sterbehaus gebracht. In zwei langen Hallen für Frauen und Männer liegen Menschen auf niedrigen Betten, Menschen, die sonst auf der Straße liegend elend verkümmern würden. Hier in diesem Haus werden sie von den Ordensschwestern und von zahlreichen Volontären aus der ganzen Welt gepflegt, gewaschen, gefüttert, verarztet, behandelt und geliebt. Ein Händedruck, ein Streicheln, ein Lächeln, beruhigende Wort für halbtote Menschen, die irgendwo am Straßenrand lagen oder in Bahnhöfen lebten.
Hier an diesem Ort der Geborgenheit werden auch viele Todkranke gesund gepflegt. Das Sterbehaus ist kein Krankenhaus, es ist ein Haus, in welchem die Armen, die Unantastbaren, die Kranken vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben mit Würde behandelt werden. Es ist ein Ort, an welchem jeder Freiwillige helfen und dienen darf, unabhängig von seiner Herkunft und von seiner Ausbildung. Ein indischer Arzt besucht circa ein Mal wöchentlich die Kranken, manchmal werden sie für Operationen an Krankenhäuser überwiesen, meistens jedoch, werden sie von den Ordensschwestern und von Volontären versorgt. Immer wieder wird die Frage laut, warum so viele Freiwillige aus aller Welt gerade hierher kommen um ihrem Nächsten zu helfen. Vielleicht weiß jener die Antwort, der dort bereits den dunklen Steinboden geschrubbt, die Leintücher gewaschen und die Betten für den nächsten Patienten wiederum neu bezogen hat. Vielleicht ist die Antwort jene, die Mutter Teresa selbst gegeben hat: "Gott schaut nach jenen, die er liebt: auf seine Art, mit seinen Möglichkeiten, mit unseren Gesichtern." Verbirgt sich in diesem Satz ein Stück jener Faszination dieses Ortes, die Menschen aus aller Welt nach Kalkutta zieht? 

 
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