Heim für ausgesetzte Kinder aus dem Rotlichtmilieu Kalkuttas
Bei diesem Projekt geht es um die Errichtung eines Heims für Straßenkinder aus dem Rotlichtmilieu Kalkuttas.
In Kalkutta, einer Stadt mit 20 Millionen Einwohnern, leben 6 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze, die meisten davon in Slums oder auf der Straße. Entweder zusammen mit ihren Familien, verwaist oder einfach nur ausgesetzt, leben 100.000 Kinder auf der Straße.
Man geht davon aus, dass ca. 10.000 Kinder entweder als Waisenkinder oder als Augesetzte ihren täglichen Überlebenskampf mehr oder weniger alleine meistern. Als Bettler, Müll- und Lumpensammler, Diebe oder als Prostituierte überleben sie an Bahnhöfen oder am Straßenrand. Häufig werden diese Kinder für wenig Geld an Bordell-Besitzer verkauft.
Abgesehen von der Kinderprostitution sind auch die Kinder der Prostituierten eine äußerst verletzliche und schutzbedürftige Gruppierung. Viele dieser Kinder kommen bereits mit Syphilis im 2. Stadium zur Welt und leiden an sonstigen gesundheitlichen Problemen. Aids und die zahlreichen Waisenkinder, die diese Krankheit hinterlässt, sind ein immer größer werdendes Problem. Häufig zwingt der Überlebenskamp diese Kinder wieder zurück in die Prostitution.
Bro. Xavier und die „Missionaries of the Word“ – Beginn des Projektes
Tiefe Armut und große psychische Belastung unter den Kindern, haben die „Missionaries of the Word“ dazu bewogen, zu helfen. Bro. Xavier arbeitete jahrelang mit den „Missionaries of Charity“, dem Orden rund um Mutter Theresa von Kalkutta, im Sterbehaus von Kaligat. Auf seinem Weg zur Arbeit sah er jeden Tag die Not und das Elend der Frauen und Kinder, die in den engen Gassen Kaligats als Prostituierte arbeiteten. Er beschloss zu helfen.
1994 errichtete Bro. Xavier das erste „drop-in Zentrum im Rotlichtmilieu von Kaligat, ein Zentrum, in welchem sich die Kinder von Prostituierten bzw. die Kinder-Prostituierten trafen. Dort bekamen sie ein warmes Essen und es wurde versucht, die Kinder auch zu unterrichten, um sie dann in eine staatliche Schule einschreiben zu können. 1998 gründete Bro. Xavier und die „Missionaries of Charity“ ein eigenes Ashram (Heim) mit dem Namen „New Hope, New Life“.
Zuerst wurde in Ramchandrapur, einer ländlichen Gegend am südlichen Stadtrand von Kalkutta ein erbärmliches Gebäude gemietet, welches als Heim für die ausgesetzten Kinder diente. Durch Unterstützung der „Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt“, des Lions Clubs und der Region Trentino Südtirol konnte im September 2003 ein Grundstück mit Gebäude gekauft werden, wo 220 Kinder ein neues Zuhause gefunden haben. Ziel des Projektes ist es den Kindern ein Zuhause zu geben und ihnen durch eine gute schulische Ausbildung eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Im Projekt sind 8 Lehrer, 15 Teilzeit-Lehrer sowie 33 Personen (Köchinnen, Sozialhelfer und sonstiges Personal) tätig.
HERZLICHEN Dank an alle, die dazu beitragen diesen Straßenkindern ein Zuhause zu geben!


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