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Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern Afrikas.
I. Carrefour
Die Förderung der Frau auf dem Land ist die Grundlage einer dauerhaften Entwicklung und des Kampfes gegen die Armut und muss ein Anliegen aller sein.
Um der Frau zu erlauben, aktiv an dieser Entwicklung teilzunehmen
(Schulpflicht der Kinder, medizinische Versorgung, Unterhalt der
Familie usw.) braucht es einen Rahmen zum Erfahrungsaustausch. In
Carrefour fehlt diese Möglichkeit. Die Frauen des Dorfes (es sind ca.
400), die sich dessen bewusst sind, ergreifen deshalb diese Initiative.
Das Projekt, das von den Südtiroler Ärzten für die Dritte Welt in
Zusammenarbeit mit der Stiftung Maro finanziert wird, umfasst folgende
Punkte:
1. Den Bau eines Mehrzweckgebäudes.
Es handelt sich hier um einen sehr einfachen Bau, bestehend aus zwei
Räumen: In einem wird eine Getreidemühle aufgestellt, welche zum Mahlen
des Getreides und zur Herstellung der Karitèbutter dient.
Der andere Raum wird ein Versammlungssaal, in welchem am Abend
Alphabetisierungskurse für Frauen abgehalten werden.
2. Der Anbau von Gärten.
Von der Gemeinde Zagara wurde der Frauengemeinschaft ein Stück Land
zugewiesen, auf welchem sie Gärten anlegen dürfen und somit zu einer
ausgewogenen Ernährung ihrer ganzen Familie beitragen können.
Wir finanzierten den Ankauf des Saatsgutes und die Anschaffung der
erforderlichen landwirtschaftlichen Geräte. Die Ernte kommt zu 50 %
circa den Frauen direkt zugute. Der Erlös aus dem Verkauf der weiteren
50 % der Ernte fließt wieder in das Projekt zurück und wird in die
Initiative reinvestiert (Ankauf von Saatgut, Reparatur, Umzäunungen
usw.)
3. Der Ankauf von Tieren
Der Ankauf von Zuchttieren bildet den 3. Teil des Projektes. Tiere
werden angekauft und gezüchtet und Stallungen und Umzäunungen werden
errichtet. 25 % des Erlöses aus dem Verkauf der Tiere werden wieder in
das Projekt investiert.
II. Ouri
In Zusammenarbeit mit dem Zonta Club Bozen finanzieren wir ein zweites landwirtschaftliches Frauenprojekt in Ouri.
Ouri ist eine Dorfgemeinschaft, welche circa 25 km von Boromo entfernt,
auf der Strecke Boromo – Safanè liegt. Die ca. 450 Frauen des Dorfes
haben sich zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen. Das Getreide
bildet die Grundlage ihrer Ernährung. Während nach der Ernte der
Getreidepreis relativ niedrig ist, steigt der Preis bei knapper
werdendem Angebot und ist in Zeiten vor der Ernte fast unerschwinglich.
Die Frauen haben mit der erhaltenen Finanzierung einen Getreidespeicher
errichtet, in welchem sie Getreide lagern und auch verarbeiten können.
Sie kaufen verschiedene Getreidesorten zu niedrigen Preisen an, lagern
und verkaufen es gegen einen Aufpreis auf den einheimischen Märkten
weiter. 25 % circa des Verkaufserlöses wird wieder in das Projekt
reinvestiert.
Diese 2 landwirtschaftlichen Frauenprojekte sind wahre Hilfen zur
Selbsthilfe, Projekte die von der einheimischen Bevölkerung gewünscht
und durchgeführt werden.
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