Wieder zu Hause.Sofort, als wir die Luft rochen,waren wir nie fort gewesen. Addis ist gewachsen, in alle Richtungen, in die Breit und in die Höhe. Drei Jahre sind für mich vergangem, Doris war letztes Jahr hier. Man sieht die Veränderung, der Lebesstandard ist höher, derer die es nicht brauchen. Shakira und Britney Spears lachen verblichen aus den Auslagen. Modegeschäfte und Computerfachmärkte preisen Iphones und Spiegelreflexcameras an, die Läden jedoch sinddie selben, Wellblechbaracken in grün, rosa und blau, die Scheiben matt und staubig, überhaupt alles, Autos, Kleider, Strassen, Häuser ist von rotbraunem Sandstaub bedeckt. Das Leben spielt am Strassenrand: müde Gesichter, die Hand zum Betteln ausgestreckt, Kinder wie Greise. Ein Lächeln huscht über die grauen Augen, wenn sie uns Weisse im Auto erblicken. Ein kleiner Junge mit viel zu schmalen Schultern wartet darauf, jemandemdie Schuhe putzen zu können, während im Kreisverkehr fünfzig Autos hupend ihren Weg suchen. Die Schulen haben aus, es ist Nachmittag: bunte Farbklekse, die summenden Gruppen in blauen, violetten, dunkelroten Uniformen, die Hefte tragend sich durch die Strassen schubsen. Die Haare kunstvoll gezopft und geflochten, irgendwie will sie keiner so richtig natürlich kraus tragen. Weiter vorne eine Beerdingung, alle in weisse Gewänder gehüllt dem kleinen Sarg hinterher. Ich bin froh, wenn wir die Stadt verlassen um in die Klink ins Gurage- Gebiet zu fahren, zur Einweihung des Geburtenhauses, das wir als Verein mit Hilfe der Region Sudtirol finanzieren konnten. Die Stadt ist laut und unruhig. An der Stadtgrenze unzählige leerstehende Gebäude, alle gleich, wer soll hier wohnen können?
Sobald wir sie verlassen haben, das wahre Äthiopien: es ist Frühling, die Akazien auf hellgrünem Feldern in der sich neigenden Sonne. Die Strommasten sind neu, die Menschen die selben: die Frauen in bunten Tüchern, kunstvoll übereinander getragen verhüllen sie die Haare meist, nicht jedoch die Schönheit der sanften Züge und der leuchtenden Augen. Die Esel sind struppig und müde von der schweren Last. In der mehrere Stunden dauernden, nicht ganz gemütlichen Fahrt, zeigt isch Äthiopien in all seiner Vielfalt: die unzähligen Menschen und Tiere auf der Strasse, unerschrocken der vorbeirasenden Autos, die Pferdekarren, schwer beladen, die alten Mopeds, die blau-weissen Tuktuks, jeder und alles schwer beladen, unterwegs nach irgendwo. Kunstvoll gebaute Tukuls (ihre Wohnhäser aus lehm und Stroh) in grau und braun, mehrere meist zusammen, die ganze Familie, eingezäunt mit Eukalyptusholzpfählen, um die wenigen Esel, Ziegen und grosshornigen Kühe nicht zu verlieren. Nach einem kurzen nächtlichen Reifenwechsel, das Lachen der Hyäne im Nacken, endlich in Meganasse. Die ganze Nacht hört man die Hyänen, mal in der Ferne, mal hinterm Haus und das Knurren der Hunde, die uns zu beschützen suchen. Man solle sich ja nie umdrehen, wenn sie einene verfolgt, dann beisse sie zu, im Allgemeinen greife jedoch nur eine revierfremde Hyäne Menschen an, sagen sie.
Am nächsten Morgen, die Ruhe: ab und an hört man einen Arbeiter rufen, ein Auto wegfahren, sonst nur die Vögel, einen Hund oder einen Affen. Die grüne Oase ist erreicht und mitten in gelbroter Blüte. Sie begrüssen uns als Teil ihrer Familie.„Seid willkommen“.
Die Menschen haben nichts von ihrer Herzlichkeit verloren.Wir treffen uns zu einem einfachen Essen mit Ziegenfleisch und Ingera (das Brot der Armen, aus Tief- Getreide), um das Geburtshaus zu eröffnen. Die Gemeinschaft betet und singt, schön gekleidet mit bunten Blumen in den Händen. Es ist Samstag und alle erfreuen sich des Nichtstuns.
Nach und nach besuchen wir alle Projekte des Vereins (Südtiroler Ärzte für die 3. Welt) und der Region Südtirol. Das Waisenhaus in Oma ist richtig schön geworden, die Kinder freuen sich und verneigen sich mit funkelnden Augen zur Begrüssung. Ausgeblasen und -gebrannt steht das alte Haus ganz neidisch daneben, Kerzenlicht flackert darin als Dank immer noch. Es ist ein gutes Haus das neue, sagt man und sieht man. Erstaunlich, dass die in die Jahre gekommene Schwester die Kinder in Schach halten kann. Sie verehren sie, das sieht man.
Wir fahren zur Schule nach Gubre, unser zukünftiges Projekt. Wir sollen ein paar Fotos schiessen, doch was uns erwartete, konnte keiner erahnen: zwölf Klassenzimmer für 3359 Schüler von der 1. bis zur 8. Klasse, das macht 280 Schüler pro Klasse, in Vormittags- und Nachmittagsklassen aufgeteilt zu je140 ca. Zu sechst in einer winziger Schulbank, keine Maus könnte sich zwischen ihre Füsse drängen. Die Schwarzen Augen strahlen uns an, sie glühen. Artig antworten sie uns und freuen sich über den seltenen Anblick uns Weisser (=ferenji, in amharisch). Sie klatschen und jubeln sich in unser Herz. Wir haben die Volksschullehrerin aus Meganasse mitgenommen, welche nach Inspektion der Hefte beteuert, dass man so viele inder Klasse nicht viel lernen könne. Ein Lehrer ziegt uns wo die neue Schule gebaut werden könnte, das Personal fehle nicht, nur das Geld für den Bau.
In der sengenden Mittagssonne fahren wir weiter ins Krankenhaus nach Attat. Patienten, soweit das Auge reicht, sitzen im blühenden Pflanzenmeer. Wir fragen uns durch nach Dr. Rita ( wie sie liebevoll genannt wird, Dr. Rita Schiffer, einer Gynäkologin aus Deutschland), und finden sie im OP bei einem Kaiserschnitt, freundlich, wir hechten ihr nach von einer OP zur anderen, die Taschen rasch abgelegt, hat Doris bereits ein praktisch leblosen Neugeborenes in der Hand, mit dem sie sofort verschwindet. Es sei gut eine Kinderärztin hier zu haben, sagt Dr. Rita. Sie kommt zurück ein Lächeln auf den etwas blassen Lippen, es gehe ihm schon wieder besser. Bei uns wäre dies ein Notfall gewesen. Hier ist es auch so gegangen, mit wenig.Wir eilen DR. Rita hinterher, machen Visiten und Kontrollen und setzten uns dann kurz zum Kaffe. Was für eine Frau und was für eine Ärztin. Attat ist unser Referenzkrankenhaus, wenn in Meganasse in der Klinik etwas nicht zu schaffen ist. Am selben abend bereits fahren wir mit unseren Fahren und einem Schwerverletzen wieder dorthin. Die Bilanz der nächtlichen Heimreise: 1 Hyäne, 2 Wüstenfüchse, ein paar Affen und ein Stinktier. Nachts ist hier richtig was los.
Die Arbeit in der Gura Meganasse Klinik im Gurage ist vielfältig, wir versuchen bei allem behilfich zu sein. Am meisten beschäftigen wir uns mit Infektionskrankheiten der Hait der Atemwege und des Gastrointestinaltraktes. Malaria hat 1000 Gesichter und doch immer dieselben. Manchmal kann man es an ihren Augen erahnen. Wir treffen Bekannte, auch sie sind gewachsen. Es hat sich verbessert ihre Gesundheitssystem. Es gibt AIDS- Tests vor der Heirat, Asthmatherapien, Verhütungsmittel und Ultraschall. Letzteren auch durch unserer Hilfe. In der Mittagspause laufen wir zum Kindergarten, den wir regelmässig mit gespendeten Schulmaterialien beliefern. Verschmitzt schauen sie aus den viel zu grossen Schürzen. Sie waschen die Händen vor dem Mittagessen an einem Schlauch im Garten.
Manche Tage verlaufen ruhig, es kommen nur wenige Patienten. Wir sitzen vor unserem Zimmer und geniessen die Pracht der Natur. Über uns kreisen die Geier, die Pater sollen ein Tier geschlachtet haben.
Aufbruch nach Soddo zur Mädchenschule. Früh morgens hat Äthiopien ein ganz besonderes Licht, Stimmung eines Fernen Landes. Über Strassen, welche keine sind, mit Schlaglöchern, die unserem, Auto das letze abverlangen durch fabelhafte Landschaften, gelangen wir ins Gebiert der Wolayta, in die Stadt Soddo. Unzählige Menschen, staubige Strassen, 30 000 Einwohner sagen sie, wir glauben mehr.Wir parken und laufen gleich zur Schule. Letzets Jahr waren es vier Klassen, neu gebaut. Uns bleibt der Atem weg, Sie ist wunderschön, 8 Klassenzimmer, 2 Aule, ein Medienraum, der Pausenhof als Garten angelegt, die Bibiothek ist noch im Rohbau, der Rest ist fertig und schon in Betrieb. Aus jederm Klassenzimmer leuchten schwarze Augen unter kunstvollen Zöpfchen in blauen Uniformen. Bis zur 9. Klasse, 612 Mädchen, anfangs waren es die Häflte. Sie winken. In den Pausen lebt der Hof, quietschendes Leben, sie laufen umher, necken sich, hocken und kichern, schauen verwundert und grüssen gehemmt. Sie erblicken unserer Fotokameras und scharen sich in Trauben um uns, keine Angst mehr zu fragen, unsre Haut zu berühren. Unsre Haar wollen sie und mit nach Italien. Sie fragen in gutem Englisch Löcher in unsre Bäuche, aufgeweckte Mädchen, ganz anders alsjene auf der Strasse: welchen Beruf wir haben, das Schwarz an meinen Augen und die vielen Ohrringe, wieso die Haare glatt sind, ob wir auch arm sind, wie lange wir bleiben, wann wir uns wiedersehen. Fast erdrückend die Menge der staunenden Gesichter. Wir besuchen sie täglich, machen Fotos und unterhalten uns mit Ihnen in den Pausen. Für 30 von Ihnen, die ganz armen, gibts mittags ein gratis warmes Essen. Man erkennt es sogar an deren Uniform, die schmuddlig getragen wird, trotzdem mit Stolz. Am Wochenende beobachten wir sie zu unsrem Erstaunen, am Schulgelände einsam oder gemeinsam am Lernen und Lesen. Ein Mädchen saß dort mit dem Schulbuch der nächsten Klasse, es sei wichtig zu lernen, antortet sie uns. Die Schule ist ihr zweites Zuhause. Dort haben sie nicht die Ruhe fürs Studium, so kommen sie hierher, sonst wüssten sie nicht wohin. Die Schule ist für sie immer offen. Am Samstag kommen sie und waschen sich und ihre Wäsche, ein unglaubliches Erlebnis, ein richtiges Fest. Die kleinen können noch nicht so gut englisch, deswegen stehen sie wortkarg um uns und schauen als sähen sie in eine andere Welt. Nur beim Grimassieren brechen sie die Stille in lautes Gelächter. Sie erinnern sich an Doris und ihr gemeinsames Spiel, und pötzlich beginnt eine Kleine zu zählen, in allen Sprachen, mal sprechen sie vor und Doris nach, mal spricht sie vor und alle nach. Ein Sprechgesang hallt übers ganz Gelände, sie drängen sich um sie und werden eins. Die Glocke klingt, die Bande rennt. Wir verharren in der Sonne der Erinnerung an ihre Gesichter. Da kommt die Turnklasse, Ein Singender reigen, sie sehen uns fotografieren und geben alles, ein breites Lächeln, ein Blick über die Schulter, den Rhythmus im Blut tanzen und spielen sie. Ein Luftzug trägt in der warmen Sonne ihre Gesänge weit über die Mauern der Schule hinaus, auf denen wir stehen und unzählige Bilder schiessen um die Magie dieses Momentes einzufangen. Dies haben wir gesucht und haben wir gefunden, das Gefühl, dass nur diese Mädchen etwas verändern könnten, den Willen haben und den Verstand, und dass sich dafür alles lohnt.
Meine Freundin und Kollegin Sandra Sparesato und ich waren vom 5. November bis 15. Dezember 2008 im Gambo Hospital in Äthiopien im freiwilligen Einsatz. Es war für uns bereits das 2. Mal, dass wir nach Gambo fuhren.
Der Empfang in der Mission war herzlich, unsere Unterkunft angenehm. Die täglichen gemeinsamen Abendessen ließen uns ein besonderes Gefühl von Gemeinschaft erleben, anschließend konnte man sich die Zeit mit Kartenspielen, einem „Ratscherle“ oder auch mit Kuchenbacken (was von allen sehr geschätzt wird) vertreiben.
Im Spital bekamen wir wieder unseren „alten Arbeitsplatz“ im O.P.D., wo täglich 100 bis 200 Menschen ankommen um medizinische Hilfe zu suchen. Außerdem machten wir auch Visiten im „General Ward“, der internistischen Abteilung, und bei Bedarf in der Lepra-Station.
Gleichzeitig mit uns arbeiteten in Gambo eine Gynäkologin, ein Team von Kinderorthopäden und -orthopädinnen und 2 Apotheker/innen aus Spanien.
Seit unserem letzten Aufenthalt in Gambo hat sich einiges geändert:
Es gibt jetzt 2 Ärzte (davon 1 Chirurg), und eine Ärztin, welche fix angestellt sind, somit ist die ärztliche Versorgung besser abgedeckt.
Alle Abteilungen sind durch eine interne Telefonleitung mit dem Verwaltungsgebäude und untereinander verbunden, was einem viel Hin-und Herlaufen erspart.
Die Apotheke wird in Zusammenarbeit mit spanischen Apothekern und Apothekerinnen neu organisiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktioniert das neue System nun recht gut. Die Räume der Apotheke werden renoviert und neu eingeteilt, es werden auch bestimmte Medikamente vor Ort hergestellt.
Die Krankenzimmer haben einen frischen, abwaschbaren Wandanstrich bekommen.
Die schönste Abteilung ist sicherlich die Pädiatrie, wo sehr gute Arbeit geleistet wird. Die Zimmer mit den unterernährten Kindern sind immer voll, in wochenlangem stationären Aufenthalt werden sie durch angemessene Ernährung und medizinische Behandlung wieder auf ein akzeptables Körpergewicht gebracht. Kinder mit großen Verbrennungen werden behandelt und auf eine Hauttransplantation in Addis Abeba vorbereitet. Einen Monat im Jahr kommt ein Team von spanischen Kinderorthopäden um Kinder mit Missbildungen und/oder Verletzungen zu operieren.
In der Lepra-Station werden Leprapatienten vor allem mit allergischen Reaktionen auf die Therapie und eiternden Wunden und Geschwüren wochenlang behandelt.
Um sich die Zeit zu vertreiben, haben viele das Stricken erlernt und verkaufen dann ihre gestrickten Schals und Pullover. Außerdem stellen manche Frauen Korbwaren her und verkaufen sie.
Wir haben in diesem Jahr eine deutliche Zunahme von Krankheiten wie Tuberkulose und Malaria festgestellt.
Eine schlechte Ernte im letzten Jahr und der Anstieg der Lebensmittelpreise, besonders des Getreides, führen vermehrt zu Hunger und Mangelernährung, am meisten davon betroffen sind Kinder und Frauen.
Der Mangel an sauberem Wasser und Hygiene führt besonders bei kleinen Kindern zu Darminfektionen.
Es gibt auch immer wieder Engpässe bei den elementarsten Dingen, z.B. Medikamenten, Sanitätsmaterial, usw. Die Zusammenarbeit mit dem staatlichen Gesundheitsdienst ist oft schwierig, es gilt, viele langwierige bürokratische Hürden zu überwinden. Die freiwilligen Arbeitseinsätze könnten vielleicht besser koordiniert werden, um während des ganzen Jahres eine zusätzliche Hilfe zu gewährleisten.
Auch diesmal war unser Aufenthalt im Gambo Hospital wieder interessant und lehrreich.Wir konnten durch unsere Hilfe die Arbeit der Kollegen vor Ort etwas erleichtern oder ihnen einen kurzen Urlaub ermöglichen. Vor allem aber freute es uns, Kontakte mit der einheimischen Bevölkerung zu haben, den Menschen unsere medizinische Hilfe anzubieten, aber auch so manche neue Erfahrung zu sammeln.
Nach vielen interessanten Erzählungen von Dr. Mario Lanczik und unterstützt von den „ Südtiroler Ärzten für die dritten Welt“ sind wir nach ziemlich hektischen letzten Tagen am
21. November nach Kamerun gestartet.
Zu unserer großen Erleichterung wurden wir am Flughafen bereits von Sr. Christa erwartet.
Die ersten 2 Nächte haben wir im S. Padre Pio Hospital in Douala verbracht, bevor wir dann am Sonntag nach Kumbo, genauer gesagt nach Shisong aufgebrochen sind.
Diese erste Fahrt durch das Land war sehr beeindruckend für uns, einerseits die völlig unterschiedliche Landschaft andererseits die Menschen und ihr Umfeld.
In Shisong wurden wir von Sr. Eva Maria herzlich empfangen, die uns auch am darauffolgenden Tag durch das „St. Elizabeth General Hospital“ führte. Bereits nach der ersten Besichtigung waren wir von der Größe und Ausstattung vom Krankenhaus beeindruckt. Das Areal wirkte sehr sauber und gepflegt und als besonders schön haben wir die Grünanlagen empfunden, die vom Personal wie auch von den Patienten genutzt werden.
Mit der Verantwortlichen des Krankenhauses haben wir vereinbart für die ersten 2 Wochen auf der chirurgischen Station zu arbeiten.
Am nächsten Tag wurden wir von der Stationsleitung eingeführt und waren erstaunt wie gut mit relativ wenig Mitteln gearbeitet wird. Hervorzuheben ist vor allem die gute Ausbildung der Mitarbeiter in der, dem Krankenhaus angeschlossenen privaten Schule.
Drei mal wöchentlich werden Operationen, vor allem urologische Eingriffe durchgeführt, wobei wir mit dem einheimischen Pflegepersonal die prä- und postoperative Pflege durchführten.
Von Tag zu Tag kamen wir mit dem doch etwas anderen „afrikanischem“ Rhythmus besser zurecht und die Herzlichkeit und Freundlichkeit sowohl des Personals als auch der Patienten haben uns den Start erheblich erleichtert.
Nach diesen zwei Wochen haben wir auf die Abteilung Pädiatrie bzw. Gynäkologie gewechselt. Auf Grund des Kinderreichtums in Afrika sind diese Stationen verständlicherweise meistens voll belegt.
Die von den „Südtiroler Ärzten für die dritte Welt“ finanzierte Internetanlage wird vom gesamten Personal genutzt und auch für uns war es sehr erfreulich so einfach mit Südtirol kommunizieren zu können.
Am 17. Dezember brachen wir überraschend gemeinsam mit zwei
Ordensfrauen nach Mayo Darle, einem Dorf weiter nördlich auf, um auch
einen Einblick in dieses „Health center“ abgelegen im Busch zu
bekommen. Mayo Darle hat ungefähr 9.000 Einwohner.
Bericht über meinen fünften Einsatz 2008 in Kalkutta - „Hoffnung auf einen besseren Morgen“
Seit ein paar Tagen bin ich wieder zurück von meinem Einsatz, es ist bereits das fünfte Jahr, dass ich für mehrere Wochen / Monate in Indien unterwegs bin. Ein paar Erlebnisse der letzten Jahre möchte ich Ihnen erzählen.
Im Frühjahr 2005 bekamen wir vom Sportgeschäft Dario in Latsch 650 kg neue Kinderkleider( nicht mehr modisch), geschenkt da dieses das Magazin freihaben wollte. So holten wir diese ab und sammelten noch weitere 500 kg gebrauchte Kleider damit wir einen Kleintransporter voll bekamen.
Unsere Reise nach Äthiopien - August 2005 – Frau Dr. Lucia Pappalardo und Gertie Raffl Kinderkrankenschwester
Für ca 1 Monat waren wir auf der Kinderstation im Krankenhaus Gambo tätig. Es handelt sich um ein Missionskrankenhaus wo die Bevölkerung in einem Umkreis von 50 Km und mehr versorgt wird.
Fünfeinhalb Monate bei den Ärmsten der Armen in Kalkutta „Hoffnung auf einen besseren Morgen.“
Im Dezember 2003 sah ich einen Bildervortag von Herrn Helmut Spiess aus Taufers im Münstertal, der ein freiwilliges Mitglied der „Südtiroler Ärzte für die 3. Welt“ ist, über das Sterbehaus von Mutter Teresa und Hilfsprojekte.
Kattappana Indien - Februar 2005 - Kerala: Südindien
Vergeblich haben wir auf der Landkarte den Bestimmungsort unseres diesjährigen Einsatzes mit den Südtiroler Ärzten für die Dritte Welt gesucht.
Oh Kalkutta
Ich habe versprochen einen kleinen Bericht zu schreiben über meinen 3-monatigen Aufenthalt in Kalkutta. Habe mir das einfacher vorgestellt. Was schreiben, womit anfangen, wie aufhören, wenn man ein Buch schreiben könnte. Dabei soll ja alles einen Kopf und einen Fuss haben, auch möchte ich niemanden überrumpeln mit meinen Eindrücken. Die zu ordnenden Gedanken sind so viele und wie beschreiben was man oft selbst nicht glauben kann.
6 Nachdem wir uns entschlossen hatten, das Projekt des Schmetterlingsgartens zu unterstützen, mache ich mich auf den Weg nach Sri Lanka, um mich auch vor Ort zu vergewissern, daß das Geld gut investiert wird und gut ankommt. Nach einem elfstündigen Flug komme ich am Abend in Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas, an.
6 Monate in Fortaleza, der Hauptstadt des Bundesstaates Ceará, im Nordosten von Brasilien, der aermsten Region dieses immensen Landes.Etwas mehr als 2 Mio. Einwohner hat Fortaleza, 30% davon leben in favelas - und jedes Jahr werden es mehr, da immer noch viele Menschen aus dem trockenen Landesinneren in der Hoffnung auf ein besseres Leben in die Stadt ziehen.
Denkt man an Calcutta so verbindet man damit Misere, Elend, Slums...doch nicht wenn man selbst in Calcutta war. Diese Stadt ist mehr als das, sie ist vor allem Solidaritaet. Ich hatte das große Glück sechs Monate dort verbringen zu können und in der Nähe wunderbarer Menschen sein zu dürfen.
Nach 5 Wochen sind Wolfgand, Michael, Christian, Dagmar ( Mitglieder von " Verein zur Unterstuetzung der Bevoelkerung Spitis" Innsbruck) und ich , Tanja, als Rappraesentantin von "Suedtiroler Aerzte fuer die Dritte Welt" aus dem Spiti Valley zurueckgekehrt, dort wo die Goetter naeher zu sein scheinen. Spiti Valley ist eine Hochwueste auf 4000m in Nordindien (Himalach Pradesh) und grenzt an Tibet.
Eine wertvolle Erfahrung- Berichte der Krankenschwester Veronika Obermair
Ich bin eine Krankenschwester aus Südtirol. Schon längere Zeit hegte ich den Gedanken, eine neue Berufserfahrung im Ausland zu erleben. Durch " Die Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt" erhielt ich die Möglichkeit.
Bericht von Dr. Toni Pizzecco über seinen Einsatz in Kalkutta
Heuer bin ich zum zweiten Mal nach Kalkutta gereist und ich muss gestehen, dass mich diese Stadt jedes Mal von Neuem in seinen Bann, gemischt aus Faszination und Bedrückung zieht. Eine Stadt, mit 20 Millionen Einwohnern, in die täglich 1000 Menschen, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft hinzuziehen.
Zusammen mit Erich Näckler, bin ich für den Verein "Südtiroler Ärzte für die 3. Welt" kurz nach Kolkata (ind.Name für Calcutta) aufgebrochen, um bereits geförderte Projekte zu besichtigen und um eventuelle neue Initiativen aufzuspüren, die wir unterstützen könnten.
Bericht eines Vereins-Mitglieds über seinen Einsatz in Brasilien
Bereits in meiner Oberschulzeit erwachte in mir das Interesse für die Menschen der Dritten Welt und so hegte ich schon lange den Wunsch, einmal in einer Missionsstation arbeiten zu dürfen.
Bericht Dr. Christine Kirchlechner Maracha Hospital, Arua, West-Nile
Bin wieder zurück, habe in Uganda viel Aufregendes aber auch viel Trauriges erlebt , versuche nun dem Verein zu berichten. Eigentlich sollte ich ja im Maracha Hospital Analysen zur Überwachung der Leberfunktion zum Monitoring der Patienten in antiretroviralen Therapie einführen.
Seit 2 Monaten bin ich in Angola als medizinischer Koordinator für Ärzte ohne Grenzen (MSF) tätig. Wir haben in Angola drei Projekte. In Saurimo, einer kleinen Stadt zwei Flugstunden nördlich von Luanda, der Hauptstadt, betreuen wir ein Behandlungszentrum für unterernährte Kinder und eine Kinderkrankenstation.
Bericht des Anästhesisten Dr. Meinhard Kritzinger - Einsatz in einem Krankenhaus von Angola
Dr. Meinhard Kritzinger ist nach einem 7-monatigen Einsatz in einem Krankenhaus von Angola wieder in Südtirol. Die Zusammenarbeit der Südtiroler Ärzte für die Dritte Welt und Medecins sans Frontieres haben den Anästhesisten in die Nähe von Kuito geführt, von wo aus er uns folgenden Bericht zukommen ließ: Hier ein paar Informationen über meinen Aufenthalt in Angola.